Die in der Tabelle von Holmes und Rahe beschriebenen Ereignisse liegen, was ihr Auftreten anbelangt, zu einem guten Teil ganz oder teilweise ausserhalb unserer Kontrolle. Wir können jedoch – wenn wir unser Leben proaktiv selber gestalten - einen anderen Teil verhindern.
Mit dem Rest müssen wir lernen, möglichst ressourcenvoll umzugehen. Dazu später mehr, wenn wir uns den Bewältigungsstrategien zuwenden.
Die meisten Stressoren überfallen uns keineswegs aus heiterem Himmel oder liegen völlig ausserhalb unserer Kontrolle.
Am Anfang dieser Aufgabe, nach den beeinflussbaren externen Stressfaktoren Ausschau zu halten, steht deshalb eine gesunde Einstellung. Nämlich, dass wir nicht das Opfer der äusseren Umstände sind. Klingt vielleicht banal, ist es aber nicht.
Oft argumentieren Menschen, wenn sie auf die Möglichkeit nach Vermeidung der exogenen Stressoren gefragt werden mit einem resignierten „da kann man doch sowieso nichts dagegen tun…“ und betrachten sich eben als Opfer dieser äusseren Umstände. Wo ein Opfer ist, muss auch ein Täter sein. Schuld ist dann der Chef, die Frau, der Partner, die Wirtschaftskrise, die organisationalen Unzulänglichkeiten, das grosse Arbeitsvolumen usw.
Nun, wenn man selbst nichts machen kann, braucht es folgerichtig einen Retter, der uns die ganze Misere abnimmt. Doch, den gibt es eben nicht. Siehe die nachstehende Grafik „Dramadreieck“.
Mehr darüber finden Sie in unseren NLP Basisinformationen.

Also bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst zur Tat zu schreiten. Werden Sie also GestalterIn Ihres eigenen Lebens und Ihres Umfeldes. Scannen Sie (z.B. mit Hilfe der nachstehenden Tabelle) als erstes Ihr Leben auf Ihre Stressfaktoren.
Hier die Tabelle mit einem Beispiel:
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Stressor |
Zielzustand |
Strategien |
Aktionen |
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Ich schlafe schlecht, Dinge die ich erledigen muss, gehen in der Nacht durch meinen Kopf. Ich stehe am Morgen erst nach dem vierten Klingeln des Weckers auf, hetze auf den - vollgestopften - Bus zur Arbeit und komme schon gereizt im Büro an. Ich setze mich an den Schreibtisch und überlege erst mal, was zu tun ist, fühle mich zerstreut und gestresst. |
Ich habe am Morgen genügend Zeit für mich, kann mich auf den Tag einstellen. Ich esse gemütlich Frühstück, lese die Zeitung und komme gut gelaunt und informiert zur Arbeit und weiss dann genau, was ich zu tun habe. Ich beginne meine Arbeit konzentriert und komme gut voran. Das gibt mir ein erstes Erfolgserlebnis. |
Den Tag am Abend zuvor planen. Eine Viertelstunde früher, beim ersten Klingeln aufstehen und den Tag gemütlich mit einem Frühstück in meinem Lieblingskaffee beginnen. Zu Fuss zur Arbeit gehen und damit mein kleines Fitnessprogramm absolvieren. Mir mit dem Geld, das ich für den Bus gespart habe, etwas Gutes tun. |
Am Abend vor dem nach Hause gehen auf den Tag zurückblicken und die Ziele und Aufgaben für den nächsten Tag notieren. Den Wecker auf viertel vor sechs stellen und aufs Sideboard ausserhalb meiner Reichweite stellen. Ein Kässeli für gespartes Busgeld aufstellen und Geld einwerfen. Ein „Kaffee- und Brötchenabonnement“ für einen Monat bei meinem Lieblingskaffee kaufen, das bei Nichterscheinen verfällt. |
Haben Sie das für sich gemacht? Und - sind Sie zufrieden? Toll! Sie werden sehen, dass Sie Ihr Leben zu einem guten Teil selber gestalten können. Sie werden ein ganzes Stück mehr Zufriedenheit erfahren und stolz auf sich sein können. Dafür lohnt sich doch die Anstrengung; nicht wahr?
Haben Sie bis hierher einfach nur gelesen und wissen jetzt schon, dass Sie doch nichts ändern werden? Dann haben Sie soeben Ihre Zeit sinnlos vertan. Vielleicht sollten Sie jetzt damit beginnen, sich selber ernst zu nehmen!? Wenn nicht jetzt, wann dann?