Splash - Newsletter #1 - Psychologie

Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Angstgeschichte. So vielfältig und facettenreich Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Ängste. Eines jedoch ist allen Ängsten gemeinsam: Im Extremfall steigert sich die Angst zur Panik. Die Situation wird bereits bevor das Ereignis eintritt, als höchst bedrohlich erlebt. Einige Hintergründe aus psychologischer Sicht

Wer keine Angst kennt, hat keine Vorstellungskraft, heisst es. Und tatsächlich: Wir Menschen haben die Begabung, in unserem Kopf Horrorszenarien zu entwerfen und sie dort immer noch schlimmer weiterzuentwickeln. Wir produzieren heftige körperliche Symptome wie Herzrasen, Brustbeklemmung, feuchte oder kalte Hände, Verkrampfungen, Schweissausbrüche, Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit oder Übelkeit durch die blosse Kraft der Imagination. Sie sind unangenehm und belastend; wie wenn alles ganz real wäre – oder noch schlimmer!

Jeder Mensch hat seine eigene Angstbiografie. Manchmal sind Ängste auf reale Erlebnisse zurückzuführen. Aber bei weitem nicht immer! Auch die Erziehung eines Menschen trägt entscheidend zu deren Ausprägung bei. Menschen, die sich wenig zutrauen und die Erfolge nicht sich selbst zuschreiben, laufen zum Beispiel eher Gefahr, Angst vor Prüfungssituationen, wichtigen Meetings oder Auftritten vor anderen Menschen zu haben.

Auch schlechte Lern- und Vorbereitungsstrategien, fehlende Kompetenzen zur Bewältigung von Stress und Belastung, zu hohe Erwartungen an das Ergebnis oder an sich selber, führen zu Ängsten.

Neben der Angst und der Bedrohung durch den Misserfolg kann aber auch die Angst vor dem Erfolg oder vor den Folgen des Erfolges eine Rolle spielen. So kann eine bestandene Prüfung oder eine erfolgreiche Beendigung eines wichtigen Projektes etc. der Anfang einer grösseren privaten oder beruflichen Veränderungen darstellen, die Stress erzeugen kann, weil die weitere Zukunft ungewiss ist. Vielleicht ist auch der Prüfungserfolg mit einem Umzug verbunden, so dass man aus der gewohnten sozialen Umgebung wegziehen und Freunde und Familie verlassen muss. Dann bewirkt vermeintlich die Prüfung im Vorfeld eine Angst, die eigentlich einem anderen Aspekt gilt.

Prüfungsängste hängen meist mit Erfahrungen in der Kindheit zusammen. Zu diesen Erfahrungen gehören auch solche rund um die Persönlichkeit der Eltern, den elterlichen Erziehungsstil und frühere Prüfungssituationen. Auch soziale Faktoren und gesellschaftliche Normen spielen eine Rolle. Einige Beispiele:

Wie Sie sich selber helfen, lesen Sie im Coaching-Tipp. Und wenn Sie Erfahrung mit Coachings haben, finden Sie in der Rubrik Methoden & Modelle eine einfache und wirksame Anleitung, wie Sie Ängste besiegen können.

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