Kommunikation

Warum Menschen einander anschreien - eine Erklärung

10. Jun 2015
Vielleicht kennen Sie das auch: Wenn sich Liebende streiten, dann kann es sehr laut und hässlich werden. Haben Sie sich schon mal gefragt warum? Hier ist eine Erklärung. Und wenn sie nicht wahr ist, so ist sie wenigstens gut erfunden.Eines Tages kam ein heiliger Hindu mit seinen Schülern an den Ganges, wo sie auf eine Gruppe heftig streitender Familienmitglieder trafen, die sich gegenseitig anschrien. Er drehte sich lächelnd seinen Schülern zu und fragte sie: „Warum, denkt ihr, schreien sich Menschen im Streit an?“Nach einer Weile des Nachdenkens meinte einer der Schüler: „Wenn wir uns ärgern, verlieren wir unsere Ruhe und wir schreien.“„Aber warum sollen wir schreien, wenn wir so nahe beisammen stehen“, fragte der Lehrer. „Wir könnten doch auch in einer leisen Stimme sagen, was wir zu sagen haben“.Die Schüler suchten noch nach anderen Antworten. Aber keine schien den Lehrer zufrieden zu stellen. So erklärte er seinen Schülern: „Wenn Menschen sich streiten, sind ihre Herzen einander sehr fern. Damit sie diese Distanz überwinden können, müssen sie sehr laut schreien, um überhaupt gehört zu werden.“„Schaut nur was im Gegenteil passiert, wenn Menschen sich verlieben. Sie sprechen leise und sanft miteinander; manchmal flüstern sie nur. Denn ihre Herzen sind einander sehr nahe. Die Distanz zwischen ihnen ist sehr klein oder sie schwindet gänzlich. Deshalb genügt ein Flüstern. Und manchmal reicht sogar das liebevolle Schweigen. Sie müssen einander nur anschauen, um zu verstehen. So nahe sind sie sich mit ihren Herzen, wenn sie einander lieben.“Er schaute seine Schüler an und lehrte sie: „Wenn ihr mit jemandem streitet, lasst eure Herzen sich nicht voneinander entfernen. Sprecht keine bösen Worte, die euch noch weiter auseinanderbringen. Denn eines Tages könnte der Abstand so gross werden, dass eure Herzen nicht mehr zueinander finden.“Gefunden auf www.Spiritual-Short-Stories.com

Kommunikation in Beziehungen - das Zwiegespräch

1. Sep 2012
Wollen wir Autofahren lernen, besuchen wir die Fahrschule. Wollen wir einen Beruf lernen, machen wir eine Lehre. Um tolle Gerichte auf den Tisch zu bringen haben wir Mama über die Schulter geguckt, Rezepte aus dem Internet oder eben Jamie Oliver...Doch auf die wichtigsten Dinge des Lebens sind wir schlecht vorbereitet. Zum Beispiel: Als Paar zusammen das Leben gestalten, als Eltern Kinder erziehen, als Partner eine Beziehung zu einem anderen Menschen leben, usw.Heute möchte ich Ihnen ein einfaches und wirkungsvolles Verfahren vorstellen, das Ihre Paarbeziehung bereichern kann. Zwiegespräche heisst es. Und stammt von dem Psychoanalytiker und Buchautor Michael L. Moeller.Die Liebe erstickt oft langsam daran, dass Paare nicht in einer reifen Form miteinander kommunizieren. Wo hätten Sie das auch lernen sollen? Nur selten sind Eltern gute Vorbilder. Ahnungslos und unvorbereitet lassen wir uns auf Paarbeziehungen ein. Und stürzen uns damit in eines der schönsten, wichtigsten aber auch eines der grössten Wagnisse unseres Lebens.Am Anfang der Liebe spielt das keine Rolle. Denn da ist die Neugierde aufeinander; die gegenseitige Anteilnahme aneinander, der Halt in schwierigen Stunden. In einem schleichenden Prozess, ganz langsam, nehmen wir uns immer weniger Zeit füreinander, kritisieren uns gegenseitig und werden passiv. Da dauert es oft nicht lange und wir verlieren auch die erotische Lust aneinander.„Beziehungslos in der Beziehung" nennt Moeller den beklagenswerten Zustand, als weltweites und sich ausbreitendes Phänomen. Unsere Beziehungsprobleme beruhen oft auf dem Irrtum, dass wir nicht mehr neugierig und dem anderen nicht mehr zugewandt sind. Wir glauben zu oft, vom anderen nichts Neues mehr erfahren zu können, weil man sich schon so viel erzählt hat und wir sowieso alles über den anderen wissen... Das stimmt jedoch nicht; ganz und gar nicht.Möller nennt die Lösung „Wesentlich miteinander sprechen“. Damit meint er sprechen über sich selbst, seine Gefühle, seine Gedanken, Wünsche, Träume, Sehnsüchte und Ängste. Nicht über die Arbeit, über die Kinder oder über’s Essen. Als Mittel dazu hat Moeller das „Zwiegespräch" entwickelt. Das ist eine Unterhaltung nach einfachen, festen Regeln. Beide Partner verpflichten sich gegenseitig diese Regeln einzuhalten. Den Ablauf des Zwiegesprächs können Sie in unserem Coachingtipp nachlesen.Ich wünsche Ihnen viel Freude und interessante Erlebnisse auf Ihrer Entdeckungsreise.

Mit den eigenen Gefühlen klar kommen - die Sedona Methode

1. Sep 2012
„Nur wer es bei sich selbst aushält, ist anderen zumutbar“, ist die Erkenntnis des bekannten Bergsteiger Reinhold Messner. Doch halten wir uns selbst immer aus? Oder finden wir uns manchmal selbst unerträglich und unwohl in unserer Haut? Ob wir uns wohl fühlen oder nicht, hat meist weniger mit den Umständen als vielmehr mit unseren ureigenen Gefühlen zu tun.Oft passiert es, dass unsere Gefühle die Regie übernehmen, dass sie den Bus steuern, in dem wir sitzen, statt dass wir unseren eigenen Bus des Lebens und damit unsere Gefühle lenken.Du bist schuld, dass ich traurig bin. Du machst mich wütend. Unser Streit macht mich ratlos und ähnliche Aussagen sind Hinweise darauf, dass wir andere für unsere Gefühle zuständig erklären. Das scheint auf den ersten Blick das Einfachste. Doch indem wir das tun werden wir zum Spielball der anderen. Ohne dass wir es wollen und meist ohne dass die anderen das wollten. Aber es passiert halt. Einfach so, ohne dass wir dies ändern könnten?Nein. Aber die meisten Menschen nutzen bevorzugt eine von zwei Strategien im Umgang mit als negativ empfundenen Gefühlen wie Ärger, Wut, Stress, Druck, Apathie, Neid, Gier, Verwirrung, Unzufriedenheit, Traurigkeit.Entweder sie verdrängen sie oder sie erleben ihre Gefühle so intensiv, dass sie zu ihren Gefühlen werden und sich ihnen ausgeliefert fühlen. Beides sind gleichermassen untaugliche Verfahren. Und beide können über die Zeit unangenehme Folgen haben. Von der milden Unausgeglichenheit bis hin zum massiven Stress. Von der leichten Muskelverspannung bis zum chronischen Rückenschmerz, und anderen chronifizierenden, psychosomatischen Krankheiten, denen sie selbst und die Ärzte oft ratlos gegenüberstehen.Leider hat uns niemand beigebracht, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen können. Schade, wo dies doch eine der wichtigsten Kompetenzen im Umgang mit uns selbst wäre. Denn wie können wir glücklich und selbstbestimmt leben, wenn unsere Gefühle mit uns machen, was sie wollen? Wie können wir es schaffen, dass wir Herr über unsere Gefühle sind, statt die Gefühle Herr über uns? Die Sedona Methode, die von Lester Levenson entwickelt wurde, hilft uns, besser mit unseren Gefühlen klar zu kommen.Coaching-Tipp: Die Sedona Methode in fünf Schritten

Der Ablauf des Zwiegesprächs

12. Mai 2012
Feste ZeitVereinbaren Sie im Voraus pro Woche einen Termin (sowie einen Ersatztermin, falls beim ersten etwas dazwischen kommt), an dem Sie ungestört 90 Minuten miteinander sprechen können. Das soll eine Zeit „allein zu zweit" sein. Schalten Sie Störungen aus (Telefon, Computer, Hintergrundmusik, Fernsehen).Fester Ablauf, fester Ort, feste RitualeWählen Sie einen angenehmen Raum, in dem die Zwiegespräche stattfinden. Bereiten Sie diesen passend vor, so dass Sie sich wohlfühlen (zum Bsp. gedämpftes Licht, angezündete Kerzen, bereitgestellte Getränke, etc).Setzen Sie sich einander gegenüber. Denn in der Kommunikation machen die Worte nur 7% und die Tonalität 38% aus. Der grössere Teil, nämlich 55% werden durch Körperhaltung, Mimik und Gestik optisch übermittelt.Fester WechselrhythmusDie Partner sprechen im Wechsel: Je 15 Minuten spricht der eine, dann 15 Minuten der andere. Wer zuhört, stellt keine Fragen; auch keine sogenannten Verständnisfragen. Hören Sie mit dem Herzen zu und sprechen Sie von Herzen über das, was Sie bewegt. Kürzen Sie das Gespräch nicht ab und verlängern Sie es auch nicht. Hilfreich ist eine Uhr, die auf 15 Minuten eingestellt werden kann. Wenn die Zeit abgelaufen ist, sprechen Sie den Satz zu Ende. Atmen Sie beide einige Male tief durch, bevor Sie wechseln.Festes ThemaJeder erzählt, was ihn derzeit am meisten bewegt. Moeller nennt das „ein Selbstporträt malen". Jeder bleibt bei sich selbst als Thema. Wenn Sie über den anderen sprechen, was erlaubt ist, dann nicht be- oder abwertend. Schildern Sie Ihre eigenen Empfindungen mit Blick auf den Partner. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Streitgesprächen in Paarbeziehungen, wo jeder dem anderen zeigen möchte, wie er wirklich ist.Ich wünsche Ihnen viel Freude und interessante Erlebnisse auf Ihrer Entdeckungsreise.
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